Der Ortsbeirat : 



 

  Hans-Karl Trog ( Ortsvorsteher )
Sonja Harling ( stellv. Ortsvorsteherin )
Joachim Bullmann ( Schriftführer )
Rosel Marianne Arbes ( Stellv. Schriftführerin )
Rainer Röth

 

Hallo lieber Gast,

wir, der Ortsbeirat Steeden, begrüßt Sie recht herzlich auf der Internetseite des Stadtteils Steeden.

Ebenso heißen Sie alle Steedener Bürger nebst den Kirchengemeinden und den Steedener-Ortsvereinen willkommen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie einmal persönlich in unserem schönen Dorf willkommen heißen zu dürfen.
 



Inhaltsverzeichnis

 

1. Ortsgeschichte
2. Kirchengemeinden, Kindergärten und Schulen
3. Vereine
4. Industrie, Gewerbe & Geschäfte
5. Verkehr
6. Das 750-jährige Orstjubiläum
7. Impressionen aus Steeden
    Die Johannes-Kapelle
    Dorfansichten

 


1. Ortsgeschichte

Steeden liegt an einem hufeisenförmigen Bogen der Lahn, der nach Süden geöffnet ist; hier beginnt das Limburger Becken. Durch die Lage zwischen Lahn und dem Höhenzug des westerwaldseitigen  Lahnhanges hat sich Steeden zu einem Reihendorf entwickelt. Mit ca. 1550 Einwohnern ist es der drittgrößte Stadtteil der Stadt Runkel.

Erstmals wurde Steeden im Jahre 1258 erwähnt in einer Urkunde, in der Siegfried von Westerburg und Graf Otto von Nassau sich wegen Fischerei und Wildbann verständigen, in welcher ein Marquard von Steden genannt ist.

Der Ortsname Steeden lässt sich vom Wort „Gestade“ („Ufer“) herleiten und hat sich über „stedi - Stedin“, was im Althochdeutschen dem Wort entspricht, zu dem Namen Steeden entwickelt.

 




 

 






[Die Löhrbachschlucht mit der Wildscheuer (links) und dem  Wildhaus (rechts) 1913]

 

In Steeden bewegt man sich auf  prähistorischen Boden. Weltberühmt sind die beiden Höhlen „Wildscheuer“ und „Wildhaus“. Die nach Südwesten offene Wildscheuerhöhle war am Eingang 6 m breit und 7 m hoch und führte 18 m tief in den Berg hinein. Die Höhle Wildhaus lag etwa 65 m südlich der Wildscheuerhöhle. Es handelte sich den Maßen nach eher um eine Felsspalte (54 cm breit, 3,5 m hoch, etwa 11 m tief), die bereits 3 m nach dem Eingang nur noch auf Knien begangen werden konnte.

 Am Fuße des „Wildhauses“ lag ein viereckiger Felsblock mit einer kopfgroßen Vertiefung, das sog. „Wildkesselchen“, darin stand immer Wasser, welches nie versiegte.
 

Gegenüber den Höhlen sah man den sog. „Wild-Pütz“, ca. 20 Fuß tief.

Die Höhlen fielen mitsamt dort noch liegender steinzeitlicher Fundstücke in den 1950er- Jahren dem Kalkabbau zum Opfer.

Außerhalb der Löhrbachschlucht, neben der Straße nach Hofen, entsprang eine schwache Quelle, der „Wildborn“, der, so hat man überliefert: „Gar heilsam sei für die Augen.“
 

 Die Höhlen sind in der Alt- und Mittelsteinzeit gleichzeitig von mehreren Familien bewohnt worden. Die Bewohner - es waren Cro – Magnon - Menschen mit fliehender Stirn, starken, hervortretenden Backenknochen, mächtigen Gebiss und besonders langen Armen - hatten ein Matriarchat ausgebildet: „Eine der ältesten Frauen war Vorsteherin.“ Die Jagd auf die Großformen der damaligen Tierwelt lichtete ständig die Zahl der Männer. Die Landschaft trug die Merkmale der Steppe mit vereinzelten Baumgruppen - der Wald fehlte. Die Vertreter der Pflanzenfresser waren zahlreich: „Mammut, Rentier, Rhinozeros, Wildpferd, Wildesel, Auerochse, Riesenhirsch u.a.m.. Auch Höhlenlöwe und Höhlenbär fanden genug Nahrung.“

 

 

Im 30-jährigen Krieg lag Steeden im Durchmarschgebiet der verschiedenen Heere. Insbesondere ein vom kaiserlichen Heer errichtetes Feldlager zwischen Runkel / Schadeck, Dehrn, Ahlbach und Niedertiefenbach vernichtete fast vollständig die Existenz der Steedener Einwohner. Die durch Eilmärsche erschöpften Soldaten nahmen alles was sie gebrauchen konnten: „Es wurde alles geraubt, die Früchte wurden ausgedroschen, das Vieh geschlachtet, die Fachwerkhäuser in den betroffenen Ortschaften wurden abgebrochen und verfeuert.“ Dadurch kam es in Steeden zu Hungersnöten, zum Überleben war man gezwungen sein Ackerland an Bauern der nicht betroffenen Orte zu verkaufen.

Hierdurch wurden damals insbesondere einige Hofener - Bauern reich und erhielten einen Grossteil des Ackerlandes der Steedener. Damit lässt sich erklären, warum Steeden heute noch eine der kleinsten Gemarkungen der Gesamtstadt Runkel besitzt. Da durch die damalige Armut die Steedener - Bürger sich und ihre Kinder fast nicht ernähren konnten und teilweise auf Almosen angewiesen waren, erhielten sie zudem noch den „Ortsnecknamen“ die „Steedener - Kuckucke“.



2. Kirchengemeinden, Kindergarten und Schule
























(Johannes-Kapelle evang. Gemeinde)
 

Die erste Steedener – Kirche, erstmals 1290 schriftlich erwähnt, nach ihrer Bausubstanz und den Wandmalereien nach zu urteilen aber zwischen 1150 und 1200 erbaut, ist die Johanneskapelle. Sie wurde damals zur Besitzung des Stiftes Dietkirchen gezählt. Die Kirche galt als vorgeschobener Posten des Klosters Prüm in der Eifel, von dem die Christianisierung des Lahngebietes ausging. Nach wechselvoller Geschichte kommt Steeden 1366 in die Klientel und das Patronat des Grafen von Runkel, welcher 1553 die Reformation, reformierter Prägung, einführt.

Bei Untersuchungen der Bausubstanz im letzten Jahrhundert wurde bestätigt, dass die Kirche wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert -im romanischen Stil- gebaut wurde. Ein Fenster auf der Nordseite des Chores besitzt noch die alte romanische Fassung.

Das Innere der Kapelle war, da es sich um eine reformierte Kirche handelt, bis in die 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts nüchtern gehalten, ohne Bild und Symbol. Bei der 1968 durchgeführten Renovierung hat man am Altarbogen die ursprünglich aufgebrachten Fresken von zwei Heiligen wieder freigelegt und restauriert. Weiterhin hat man bei dieser Restaurierung aus dem ehemaligen Sockel des Altares eine Taufschale gefertigt und die ehemalige Altarplatte („Die Mensa“) mit einer Inschrift versehen und hinter dem Taufbecken an der Wand angebracht. 

Der Altar hat heute eine kubische Form. Er ist aus Holz, welches in der Kirche gefunden wurde, gefertigt worden.

Rund um das Gotteshaus lag früher der Gottesacker, von zwei Seiten zugänglich und von Kastanien beschattet. Heute ist es eine Grünfläche, von den ehemals vorhandenen vier Kastanien ist nur noch eine vorhanden.

Der Großteil der Steedener Einwohner, ca. 700, gehört der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an und nutzt die Johannes-Kapelle für ihre Gottesdienste

( www.eva-kiste.de ).

Ca. 300 Einwohner gehören der Römisch-Katholischen Kirche an und sind der Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Runkel zugehörig. Für Gebetsabende und Gemeindefeiern steht ihnen seit 30 Jahren ein eigenes Gemeindehaus, das „Johanneshaus“, an der Rosengartenstraße in Kerkerbach, zur Verfügung
( www.pfarramt-runkel.de ).

 
















    (Johannes-Haus kath. Gemeinde)

 

Mitten im Dorf, an der Hauptstraße, steht eine zweite Kirche, welche Christi Himmelfahrt 1849 (17. Mai) geweiht wurde. Sie ist der Mittelpunkt einer weiteren Kirchengemeinde Steedens, der Selbständigen Evangelisch – Lutherischen Zionsgemeinde mit ca. 350 Mitgliedern. ( www.selk-steeden.de ).

Aus dieser Kirchengemeinde haben sich zwei weitere Gemeinden mit ca. 60 Mitgliedern entwickelt:
 = Die Evangelisch-Lutherische Freikirche  
    ( www.elfk.de/steeden ) und die
 = Evangelisch-Lutherische Immanuel-Gemeinde

    ( www.immanuel-gemeinde-steeden.de ), jeweils mit eigenen Kirchenräumen.

In Steeden gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert eine Schule. Diese befand sich zuerst „Am Schulberg Nr. 1“ (heute „Unter der Kapelle“), dann an der „Hauptstraße“ im Ortsmittelpunkt, wurde aber 1965 in das damals erweiterte Baugebiet „Kerkerbach“ verlagert. Heute ist die Schule „Am Sonnenhang“ eine Grundschule mit vier Klassen.
www.schuleamsonnenhang.de

 


2. Schule erbaut 1825 (erweitert 1881, 1890, 1930)

 


1. Schule „Am Schulberg Nr. 1“

Ein Kindergarten ist seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ebenfalls in Steeden vorhanden. Im September 1976 wurde im Baugebiet Kerkerbach, an der Rosengartenstraße, ein neuer Kindergarten eingeweiht. Derzeit werden dort in drei Gruppen ca. 75 Kinder betreut. Eine Ganztagesbetreuung ist vorhanden. Der Kindergarten „Konfetti“ liegt in schöner Ortsrandlage in der Nähe des Sportplatzes und des Bürgerhauses.

 


3. Kindergarten "Konfetti"


2. Kindergarten "Am Löwen"
 
1. Kindergarten "Am Hofener-Weg"
 

Seit 2000 besitzt Steeden ein Bürgerhaus, direkt am Sportplatz und den Tennisplätzen des TSV Jahn Steeden gelegen. Es wird zu verschiedenen Sport- und Trainingsarten genutzt. Auch die in unmittelbarer Nähe befindliche Grundschule nutzt das Bürgerhaus für seine Schulsportstunden.



3. Vereine

Der TSV „Jahn“ Steeden ist mit über 500 Mitgliedern der größte Verein in Steeden und besteht seit fast 110 Jahren
www.tsv-steeden.de.

Er gliedert sich in drei Abteilungen:

Der Handballabteilung, als größte und über lange Jahre dominierende Sportabteilung des TSV. Sie betreibt den größten Teil des Trainings- und Spielbetriebs in der Stadthalle der Kernstadt Runkel. 

Der Fußballabteilung, welche den als Rasenplatz angelegten Sportplatz des Stadtteils für ihren Spiel- und Trainingsbetrieb nutzt.

 Der Tennisabteilung, welche zwei Kunstrasentennisplätze und ein eigenes Clubhaus direkt neben dem Bürgerhaus an der Straße „Auf der Rahmschauer“ für den Spielbetrieb nutzt. 

Weiterhin werden beim TSV Gymnastik, Walking und weitere verschiedene Trendsportarten angeboten.

 
 

Der zweitgrößte Verein in Steeden ist traditionell die Freiwillige Feuerwehr, die ihren Stützpunkt an dem sog. „Matthesplatz“ in der Dorfmitte hat.


Weitere Vereine in Steeden sind:

-    Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) -
-   
Die Vogelschutzgruppe -
-    Der Evangelisch-Lutherische Posaunenchor -
-    Der Evangelisch-Lutherische Kirchenchor -
-    Der Kleintierzuchtverein (KZV) -
-    Das AMADEUS Racing Team -
-    Die MSC Crazy Horses Hofen / Steeden -
-    Der Tennis-Förderverein -
- Der Landfrauenverein -
-
Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Steeden -



4. Industrie und Gewerbe und Geschäfte

Steeden ist schon seit Mitte des 19-ten Jahrhunderts ein Zentrum der Kalkindustrie. Bereits 1850 wurde das erste industrielle Werk gegründet. In der Zeitspanne bis heute wurden drei große Steinbrüche genutzt. Im Betrieb ist nur noch der neue Steinbruch „Schneelsberg-Nordost“, welcher an der Straße zwischen Hofen und Niedertiefenbach liegt. Dort lagern noch Kalkvorkommen für die nächsten 50 Jahre Steinbruchbetrieb.

Eine untergeordnete Rolle spielte bis Ende der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts der Marmor- und Manganabbau in Steeden.













Steinbruch „Schneelsberg-Nordost
 

 
 
Steeden besitzt neben dem großen Werksgelände für die Kalkindustrie große Gewerbeflächen im Bereich „Kerkerbach“. Dort haben sich u.a. ein großer Lebensmittelmarkt und eine Drogeriekette angesiedelt. Im Gebiet der sog. „Herrenwiese“ stehen noch ca. 30.000 qm Fläche zur Verfügung, die zukünftig für die Nutzung mit Anlagen zur alternativen Energiegewinnung vorgesehen sind.



Geschäfte in der Ortsmitte



5. Verkehr
Steeden ist seit 1862 über den Bahnhof „Kerkerbach“ an die Lahntalbahn Koblenz- Gießen (Kursbuchstrecke 624 / 25 angeschlossen. In Kerkerbach halten werktäglich ca. 30 Züge des Verkehrsunternehmen DB Regio, Regionalverkehre Hessen (bis 09.12.2011) bzw. der Hessischen Landesbahn (ab 10.12.2011) in Richtung Gießen und Limburg (Lahn) / Koblenz. Im Nachbarbahnhof Eschhofen besteht Anschluss an die Hauptstrecke in Richtung Frankfurt am Main. Im Bahnhof Limburg kann man mit dem Busshuttle den ICE-Bahnhof Limburg Süd erreichen. Dort bestehen umsteigefreie ICE-Anschlüsse in Richtung Amsterdam / Brüssel / Köln / Ruhrgebiet, Frankfurt, Nürnberg und München.

Im Bahnhof Kerkerbach zweigten / zweigen zwei Strecken der ehemaligen Kerkerbachbahn AG ab. Die parallel zur Lahn verlaufende so genannte „untere Strecke“ über Steeden nach Dehrn war dreischienig ausgebaut, so dass mit den schmalspurigen Lokomotiven hier auch normalspurige Güterwagen befördert werden konnten. Die „obere Strecke“ war dagegen eine reine Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite. Sie führte über Hofen, Eschenau, Christianshütte und Schupbach zunächst bis Heckholzhausen. Später wurde sie nach Hintermeilingen erweitert und schließlich bis nach Mengerskirchen. Sie hatte nun eine Gesamtlänge von 35,1 km. Die sog. „obere Strecke“ wurde 1960 stillgelegt und zurückgebaut.

 

Die „untere Strecke“ wurde zum 1. Januar 1975 mit Personal und Fahrzeugen von der DB übernommen, die den Güterverkehr im Anschlussbahnbetrieb weiterführte. Rückläufiges Verkehrsaufkommen (zuletzt verluden nur noch die Kalkwerke) führte 2000 zur Aufgabe auch dieses Restbetriebes. Die Schaefer Kalkwerke haben den Anschlussbahnbetrieb in 2010 wieder aufgenommen und fahren fast täglich einen Zug nach Ludwigshafen.

Über eine Landesstraße erreicht man Steeden von den Nachbargemeinden Runkel und Dehrn. Weiterhin erreicht werden kann das Dorf über die Landesstraßen von Hofen und Niedertiefenbach. Die Autobahn A 3 erreicht man über Dehrn und die B 49 innerhalb 10 Minuten (ca. 8 km entfernt). Der ICE Bahnhof in Limburg Süd ist ca. 10 km entfernt und innerhalb 15 Minuten erreichbar.



Gastronomie und Tourismus

In Steeden steht den Besuchern am Ortsausgang nach Dehrn derzeit noch ein Speiselokal mit deutsch-serbischer Küche zur Verfügung.

Für Übernachtungen können in Steeden derzeit drei Ferienwohnungen gebucht werden
-> Unterkünfte in Steeden
 



6. Das 750-jähriges Ortsjubiläum in 2008

Mit dem Dorffest am 16. + 17. August 2008 endete das Steedener Jubiläumsjahr:

„Alle Veranstaltungen waren hervorragend besucht, der Wettergott war immer auf unserer Seite und es funktionierte alles wie am „Schnürchen“!“

„Der Ortsbeirat bedankt sich nochmals herzlichst bei allen Mitwirkenden, Besuchern, Gönnern und Sponsoren.“ Einen besonderen Dank gehört dem Arbeitskreis „Ortsjubiläum“, der in vielen Sitzungen die Veranstaltungen geplant und organisiert hat:

-       Horst Bender
-       Pfarrer Hans-Josef Born
-       Joachim Bullmann
-       Pfarrer Stefan Dittmer
-       Walter Fehler
-       Sonja Harling
-       Heinz Kalheber
-       Heinz Kinzel
-       Salvatore Maglie
-       Edgar Neuzerling
-       Rainer Röth
-       Rudolf Schäfer
-       Wolfgang Schrödter und
-       Hans-Karl Trog.

 


Bild in Originalgröße


Besonders erwähnen muss man aus dem Arbeitskreis drei Personen, die in herausragender Weise die Organisation sowie Durchführung der Veranstaltungen vorangetrieben und mit ihrer Arbeit ermöglicht haben:

-       Heinz Kinzel
-       Salvatore Maglie und

Hans-Karl Trog, den Ortsvorsteher und Motor des Jubiläums!


(Auf dem Bild von links nach rechts: Eckhard Müller, Hans-Karl Trog, Joachim Bullmann, Friedhelm Bender & Rainer Röth

Zur Steedener - Kirmes, am Samstag, 29.09.2007, konnte der Ortsbeirat, unser Ortsvorsteher Hans-Karl Trog, gemeinsam mit dem neuen Runkeler Bürgermeister Friedhelm Bender, die vom Steedener Steinmetz Eckhard Müller gefertigten und gestifteten „Dorfsteine“ enthüllen. Sie sind aus Steedener Marmor gefertigt. Der linke Stein zeigt das Steedener Wappen und weist auf die 750 Jahre Dorfbestehen hin. Der rechte Stein zeigt die Steedener Höhlen Wildscheuer und Wildhaus. Die Steine sind eine wunderschöne Arbeit, für die sich der Ortsbeirat herzlichst beim Künstler und Stifter Eckhard Müller bedankt.


Begonnen wurde das Jubiläumsjahr am 06. Januar 2008 mit einem Dankgottesdienst, bei dem der Ortsbeirat über 450 Teilnehmer begrüßen konnte. Unter Beteiligung der drei Steedener Kirchengemeinden, der Kirchenchöre und des Blasorchesters der Selbst.-Ev.-Luth.-Zionsgemeinde erlebten wir einen feierlichen, aber auch humorvollen Dankgottesdienst. Die drei Pfarrer Herr Born, Herr Dexelmann und Herr Dittmer dankten Gott unserem Herrn dafür, dass er unser Dorf in den 750 Jahren seines Bestehens vor kriegerischen Zerstörungen, gewaltigen Naturkatastrophen oder verheerenden Seuchen und Krankheiten bewahrt hat.

Am 14. Juni 2008 fand im Bürgerhaus der große Festakt, als offizieller Beginn der Festveranstaltungen, statt. Unter Beteiligung des Posaunen- und Kirchenchores der Selbst.-Ev.-Luth.-Zionsgemeinde, des Chores der Röm.-Kath.-Kirchengemeinde, der Schul- und Kindergartenkinder, der Vortragenden Edgar Neuzerling, Marita Schäfer, Helga Gertz, Lisa-Lorena Bullmann und als „Steedener - Nachtwächter“ Walter Lemp, wurde ein abwechslungsreiches und buntes Programm geboten, welches Begeisterung bei fast 500 Gästen auslöste.

 

(Auf dem Bild in der ersten Reihe -achter von rechts- der Schirmherr des Jubiläums Dr.-Ing. Gernot Schaefer)


(Auf dem Bild von rechts nach links: Hans-Karl Trog, Lisa-Lorena Bullmann, Helga Gertz, Edgar Neuzerling† & Marita Schäfer)

Der 28.06.2008 war der Tag der Senioren bei der Veranstaltungsreihe zum Dorfjubiläum. Die Kindergartenkinder erfreuten die Senioren mit einem schönen Tanz. Marita Schäfer und Edgar Neuzerling†, einmal gemeinsam mit Gerd Schäfer, trugen wunderschöne Geschichten in der Nassauer-Mundart vor. Das Mundharmonikaorchester Eschhofen spielte altbekannte Volksweisen zum Mitsingen, welche eine sehr schöne romantische Stimmung erzeugten. Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch reichlich und natürlich Zeit zum „Klönen“.

Am 05. Juli 2008 fand der Tag der Jugend statt. Unter der Regie des TSV Jahn Steeden wurden auf dem Sportplatz verschiedene sportliche Wettkämpfe und Spiele durchgeführt.

 Abends fand die Open-Air-Rocknacht im Kalkwerk statt. Top-Act war die Gruppe Sidewalk, als Vorgruppen spielten Make my Day & Raketenklee.

Der von Edgar Neuzerling† vorbereitete Ortsbegang am 12. Juli 2008 war ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltungen. An ihm nahmen fast 300 Personen teil – eine überraschend große Anzahl. Start war am Mathesplatz, dann ging es zur evang. Kirche, von dort  zum ehem. Backes, dann über die sog. Paulchenallee zum alten Wasserwerk am Ohlenberg, von dort über den Born zur ehem. Mittelgasse, zu einem der ältesten Häuser von Steeden. Es gab viele interessante Informationen zum „alten“ Steeden zu hören und zu sehen!

 

Vom 20. – 26.07.2008 wurde die von Heinz Kalheber zusammengestellte Ausstellung zu Steeden und seinen Bewohnern präsentiert. Fast 1000 Besucher freuten sich über die Informationen, insbesondere über die Präsentation zu den nach dem Krieg zugezogenen Bürgern aus den ehem. Ostgebieten.


 

Der Tag des Kalkwerkes am 02.08.2008 war ebenfalls ein voller Erfolg. Über den Tag verteilt nutzten einige hundert Steedener-Bürger, aber zumindest auch genau so viele aus den Nachbargemeinden, die Möglichkeit die Anlagen des Kalkwerks zu besichtigen. Die Firma Schaefer Kalk bot an allen Standorten ausführliche Informationen an und präsentierte die Planungen zum Ausbau der Brennöfen und Transportanlagen. In einem von der Fa. Schaefer zur Verfügung gestellten Zelt konnte man sich bei Getränken, Steaks od. Bratwürstchen erholen.

Der krönende Abschluss war dann am 16. + 17.08.2008 unser Dorffest. Die Steedener-Vereine hatten im gesamten Dorfkern ihre Stände aufgebaut und boten Informationen & Aktionen an. Bei der Dorfralley für die Kinder war jeder Vereinsstand eine Station, bei welcher eine Aufgabe gelöst werden musste. Essen und Trinken gab es natürlich auch an jedem Stand. Über den Tag verteilt besuchten über 4000 Besucher unser Dorffest. Abends spielten dann die Spitfires im vollbesetzten Festzelt auf. Das Dorffest und damit auch die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen endete - im wieder vollbesetzten Festzelt – mit dem Frühschoppen und der Verleihung der Preise aus der Dorfralley am Sonntag-Nachmittag.

     


Es war ein tolles Jubiläumsjahr – Danke!!!
 



7. Impressionen aus Steeden



7.1.
Ansichten aus der Johannes – Kapelle Steeden (Erbaut 11. Jahrhundert - Ersterwähnt 1290)

Altarraum
 
Altar in kubischer Form

Altarbogen mit Heiligen
 
Heiligenfresko am Altarbogen

Heiligenfresko am Altarbogen
 
Taufstein & Taufbecken aus Schupbacher Marmor

Kirchenraum mit Empore
 
Kirchenraum mit Empore und Orgel

Wandspruch im Altarraum
 
Weg zur Kirche vom ehem. Kirchberg

Kirche nach Sanierung Fassade / Dach 2010
 
 


7.2. Dorfansichten


Blick auf die ehem. Mittelgasse (Häuser Hintergrund
Wengenroth / vorne Schmidt-heute Sehr)


Die sog. "Paulchenallee"


Mammutbrunnen vor dem alten Schulhaus/Kreissparkasse


Ehrenmal auf der sog. "Platt"


Blick auf das "Unterdorf" von der Johanneskapelle


Vereinsgelände Kleintierzuchtverein



 

Der Ortsbeirat von links nach rechts:

Rainer Röth,
Sonja Harling,
Hans-Karl Trog,
Rosel-Marianne Arbes,
Joachim Bullmann.

 
 

 


Redaktion:        Joachim Bullmann & Hans-Karl Trog
Bilder:             
Neuzeit alle Joachim Bullmann, alte Ansichten unbekannt, da vor 1940 fotografiert &
                       Kalkwerk

Text:                Joachim Bullmann; Ortsjubiläum Heinz Kinzel  

Die Bilder der Innenansichten „Johanneskapelle“ wurden mit freundlicher
Genehmigung der evangelischen Kirchengemeinde Steeden eingestellt.


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