Willkommen in Runkel

Hingelagert am sanft geneigten Uferhange,
umarmt von den Wassern der Lahn,
deine Häuser dicht gedrängt
um die schützende, wehrhafte, gewaltige Burg,
ihr gegenüber auf luftiger Höhe Schloss Schadeck
in nachbarlicher und friedsamer Freundschaft gesellt
– so steht dein Bild, du schönes Runkel,
in der Seele derer, die dich lieben.
Und du bist ein Bild,
nein, du bist mehr als nur ein Bild.

 

Mit diesen Worten darf ich Sie als Ortsvorsteher der Kernstadt Runkel recht herzlich begrüßen.

Urkundlich wird erstmalig 1159 ein Siegfried von Runkel und damit der Name Runkel genannt.

Bis etwa 1765 kommt der Ort nur als Flecken vor und wird nur gelegentlich Stadt oder Städtlein genannt. Nach diesem genanntem Datum kam dann allmählich die Bezeichnung Stadt auf. Einkommensquellen für die Bewohner in dieser Zeit waren der Weinanbau, von dem 1270 die Rede ist, und der sich bis etwa 1929 behauptete. Genannt wurde dieser Wein „Runkler Rote“.

In der Zeit  von 1642 bis 1716 wurde in dem heutigen Anwesen Borngasse 6 eine Brauerei betrieben. Ältere Runkler erinnern sich auch noch der Pfeiferschen bzw. Deußerschen Brauerei in der Obertorstraße. Eine durch Jakob Gerhardt II gegründete Gerberei wurde 1882 unter zwei Brüder in zwei selbstständige Betriebe aufgeteilt. Auch wurde von einer Buchdruckerei in der Zeit von 1841 – 1853 gesprochen, doch war über sie nichts Näheres festzustellen

Nicht zu vergessen ist der Schiffsbau, als 1703 das Rollschiff zu Weilburg, dass den Verkehr zwischen den beiden Lahnufern vermittelte, erneuert werden musste sowie einem Steinbruchbetrieb der um das Jahr 1600 von einem Johannes Mechtel erwähnt wird. Ebenfalls wurden drei Mühlen im damaligen Runkel betrieben, die heutig Bannmühle, die Walkmühle und eine Ölmühle in der Ansbach.

Auch ereignete sich manch Merkwürdiges an der Lahn, so verzeichnete man 1742 in einem Kirchenbuch folgendes: 15. Dez. Samstagsmorgen drei Uhr sind auf einmal alle Mahlgänge in den hiesigen Mühlen stehen geblieben, gleiches wiederholte sich am zweiten Weihnachtstag 1766 obwohl das Wehr am vorherigen Tag noch stark vom Wasser überspült wurde. Es wird vermutet das dies durch Erdrisse im Flussbett zwischen Runkel und Villmar verursacht wurde.

Ein weiteres Naturereignis ist im Jahre 1643 zu verzeichnen, an einem Donnerstag wonach die Lahn plötzlich so hoch anstieg, dass das Wasser über die Alte Lahnbrücke hinweg  schwappte. Diese Hochwasserstände sind heute noch an einer Messlatte am Burgfelsen in der Borngasse festgehalten und werden oft  von Besuchern bestaunt.

Bestaunt werden aber auch unsere Sehenswürdigkeiten, hierzu zählten, die mittelalterliche Burg, die Alte Lahnbrücke, 1448 fertiggestellt, die Historische Altstadt mit ihrem Glockenturm, Schloss Schadeck und Schloss  Dehrn

Ich lade Sie ein, dies alles selbst zu erkunden und würde mich über einen Besuch freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Michel Kremer

Weitere Sehenswürdigkeiten in Runkel

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Burgstr. 37
Stadtmauer
Glockenturm
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Ehemalige Amtsapotheke